| Referenz Deutschland | Tagebau Espenhain - Herstellung künstlicher Seen |

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Kunde Bund Projektzeitraum 1994 bis 2011 Kosten 255 Mio. Euro Kontakt Dipl.-Geol. Rolf Schlottmann Kundenkontakt Dr. Peter Jantsch
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Ausgangssituation Seit dem Aufschluss des Tagebaus Espenhain im Jahre 1937 bis zur Schließung 1996 sind insgesamt 1.710 Mio. m³ Abraum bewegt und 570 Mio. Tonnen Rohbraunkohle gewonnen worden. Mehrere Dörfer mussten dafür überbaggert und 8.200 Menschen umgesiedelt werden. Die Sanierung des Tagebaus erfolgt durch den Projektträger LMBV auf der Grundlage eines Betriebsplans. Aus dem bergbaulich beanspruchten Gebiet im Zentrum der Leipziger Tieflandsbucht entsteht nun eine Waldund Seenlandschaft. Die Wiedernutzbarmachung und Rekultivierung des Großtagebaus Espenhain umfasst ein Territorium von 3.973 ha Landfläche. Der ehemalige Großtagebau wird durch die Sanierung so gestaltet, dass er vielfältigen Nutzungsansprüchen gerecht wird. Vorgehen In den Jahren 1994 bis 2004 wurden mit Großgeräten die künftigen Ufer und der Damm zwischen den Seen aufwändig gestaltet. Mit Bergbaugroßgeräten wurden u. a. 56 Mio. m³ Erdmassen bewegt. Weitere 26 Mio. m³ wurden mit Planiertechnik und mobiler Erdbautechnik zur Landschaftsgestaltung umgesetzt. LMBV ermöglichte damit durch abgestimmte Sanierungs- und Rekultivierungsmaßnahmen neue Nachnutzungspotenziale. Zu denen gehört die Aufschüttung eines Dammes für den späteren Autobahnbau der A 38 im Südraum von Leipzig. Seit 2001 wird der künftige Störmthaler See geflutet, seit 2003 Fremdwasser in den Markkleeberger See eingeleitet. Daneben entstehen rund 680 ha Forst und 50 ha landwirtschaftliche Flächen. Ergebnis Durch die Wiedernutzbarmachung des ehemaligen Tagebaus Espenhain sind zwei neue Landschaftsseen (mit rund 1.000 ha Fläche) in einer sich völlig neu entwickelnden Landschaft entstanden, die sich organisch in das Leipziger Neuseenland einfügen. Dazu gehören neben der 2005 freigegebenen Autobahntrasse A38 und den Wasserflächen des Störmthaler und des Markkleeberger Sees vor allem die stadtnahen Uferzonen und die vom Kanusportverein und der Kommune errichtete Wildwassersportanlage. Der stadtnahe Markkleeberger See mit seiner rund 272 ha großen Seefläche ist inzwischen fast vollständig gefüllt und konnte bereits 2007 zur Nachnutzung an die Stadt Markkleeberg übergeben werden. Die Flutung des Störmthaler Sees mit einer Fläche von 733 ha und einem Füllvolumen von 158 Mio. m³ Wasser wird voraussichtlich bis 2011 andauern. |