| Referenz Deutschland | Lausitz - Länderübergreifende Flutungssteuerung |

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Kunde Bund Projektzeitraum 1999 bis 2018 Kosten 10 Mio. Euro Kontakt Bergbauingenieur Michael Illing (Geschäftsführer) Kundenkontakt Dr. Peter Jantsch (Leitender Ministerialrat)
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Ausgangssituation Für die Wiederherstellung eines ausgeglichenen, sich weitestgehend selbst regulierenden Wasserhaushaltes – nach 150 Jahren Bergbaubetrieb in der Lausitz – ist es notwendig, die Grundwasserleiter und die Tagebauseen mit ca. 7 Mrd. m³ Wasser aufzufüllen. Dabei sichert ein möglichst hoher Anteil Oberflächenwasser eine gute Wasserqualität und spart Behandlungskosten. Die Grundlage bei der Erschließung der Flutungswassermengen bilden die Verträge zwischen LMBV und dem Landesumweltamt Brandenburg (LUA) sowie der Landestalsperrenverwaltung des Freistaats Sachsen (LTV), da die Bearbeitung von Hochwassersituationen von der Erkennung bis hin zum Krisenmanagement eine ausschließlich hoheitliche Aufgabe der Länder darstellt. Vorgehen Nach intensiver Arbeit unter fachlicher Begleitung konnte die Flutungszentrale Lausitz (FZL) im September 2000 ihren Probebetrieb aufnehmen. Das Ziel der Flutungszentrale ist die effektive Ausnutzung der Wassermengen zur Flutung der Tagebaurestlöcher und deren Nachsorge. Dabei ist die Bewirtschaftung des natürlichen Dargebots zu gestalten: Sicherung der Entnahmeanforderungen und erforderlicher Mindestabflüsse sowie der Scheitelhaltung des Oder-Spree-Kanals, Füllung der Speicher und Flutung der Bergbaurestseen. Darüber hinaus ergibt sich die Notwendigkeit, auch geringe Wassermengen über kurze Zeiträume für die Restlochflutung zu nutzen. Das erfordert eine kontinuierliche Bewertung der hydrologischen Situation in den Flussgebieten von Neiße, Spree und Schwarzer Elster. Ergebnis Durch Wiederauffüllen der Grundwasserleiter und Restlöcher mittels Fremdflutung konnten bisher ca. 4 Mrd. m³ Wasser, d.h. mehr als die Hälfte des Defizits, ausgeglichen werden. Auf Basis der o.g. Verträge mit den Ländern Brandenburg und Sachsen übermittelt die Flutungszentrale in Hochwassersituationen die aktuellen Systemzustände der zukünftigen Bergbauseen bzw. Wasserspeicher, so dass die nutzbaren Einstaukapazitäten der LMBV in das jeweilige Hochwassermanagement eingebunden werden können. Heute ist die FZL in den Räumen der LMBV in Senftenberg ansässig. |