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Referenzen
Referenz Deutschland Kulturlandschaft Goitzsche - Neue Landschaften

Ausgangssituation

In der über 80-jährigen Geschichte des Tagebaus sind 1,27 Mrd. m³ Abraum bewegt und 508 Mio. Tonnen Rohbraunkohle gewonnen worden. Die Rekultivierung des Großtagebaues Goitzsche umfasst ein Territorium von 3.630 ha Landfläche und vier Seen mit 2.350 ha Wasserfläche. Der Großtagebau vor den Toren der Stadt Bitterfeld wird durch die Sanierung so gestaltet, dass er vielfältigen Nutzungsansprüchen optimal gerecht wird.

Vorgehen

Der Transport der Massen erfolgte ausschließlich im Zugbetrieb. Aus einem Wald- und Wiesengebiet mit einer stark grundwasserbeeinflussten Landschaft entstand eine Wald- und Seenlandschaft. Durch engabgestimmte Sanierungs- und Rekultivierungsmaßnahmen wurden die Land- und Uferflächen entsprechend gestaltet und die Wegeführungen den besonderen Zielen angepasst. Das Gebiet ist geprägt durch Einzelkippen mit unterschiedlichen Höhenniveaus und Böschungssystemen verschiedener Neigung. Darüber hinaus wurden über 66 km an Böschungen durch ingenieurbiologische Sicherungs- und Stabilisierungsmaßnahmen dauerhaft gesichert und die Gewässer für eine Fischbewirtschaftung vorbereitet. Hierzu wurde mit finanzieller Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt ein erster erfolgreicher Besatz mit der Kleinen Maräne durchgeführt.

Ergebnis

Zur neuen Kulturlandschaft Goitzsche gehören neben den Wasserflächen die Halbinsel Pouch mit der Agora und Kunstprojekten, der schwimmende Steg mit dem Pegelturm, die "Bitterfelder Wasserfront" und der Anlegepier. Über 580 ha forstwirtschaftliche Nutzflächen sind als neuer Wald angepflanzt worden. Zusammen mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) entstand unter dem Titel "Wagt Wildnis" das größte Projekt im Mitteldeutschen Bergbaurevier, ein Naturparadies auf gut 1.000 ha. Insgesamt hat LMBV heute rund 25% des gesamten Tagebaugebietes als naturschutzrelevante Flächen ausgewiesen und mit dem Land Sachsen-Anhalt abgestimmt. Die EXPO 2000 ermöglichte es ihren Besuchern, einen neuen und eigenständigen Zugang auch zu den Bergbaufolgelandschaften zu bekommen, indem sie den Großtagebau Goitzsche auf Grund der dort gestalteten Landschaftskunstprojekte in ihr Programm aufnahm.

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