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LMBVinternational
Referenzen
Referenz Deutschland Lausitzer Seenland - Herstellung künstlicher Seen

Ausgangssituation

In der Region zwischen Senftenberg, Spremberg und Hoyerswerda wurden seit Mitte des 19. Jahrhunderts über zwei Milliarden Tonnen Braunkohle aus bis zu 60 Meter Tiefe geholt. Seit Mitte der 1990er Jahre trägt die LMBV die Verantwortung für die Wiedernutzbarmachung und Sanierung der Bergbaualtlasten. Die Landesgrenze geht quer durch die Restlochkette. Die Bundesländer Brandenburg und Sachsen haben sich frühzeitig dazu bekannt, die notwendigen Arbeiten zur Herstellung der Sicherheit und einer touristischen Folgenutzung zu beauftragen.

Vorgehen

Neben der Revitalisierung von ehemaligen Industriestandorten (Kraftwerken, Brikettfabriken, Kokereien) sind es vor allen Dingen die Tagebauareale, die entsprechend der landesplanerischen und bergrechtlichen Vorgaben so herzurichten sind, dass eine gefährdungsfreie Nachnutzung möglich ist. Das Lausitzer Seenland stellt dabei ein Highlight der Sanierung dar. In drei Arbeitsschritten, zunächst der geotechnischen Sicherung der Restlöcher, dann der Flutung und der infrastrukturellen Erschließung, werden insgesamt 21 Seen mit einer Gesamtwasserfläche von 13.000 Hektar in der Lausitz entstehen. Davon werden 13 Seen (7.000 Hektar) durch schiffbare Kanäle miteinander verbunden.

Ergebnis

Die Sicherung und Gestaltung der Böschungen ist weitestgehend abgeschlossen. Die entstehenden Bergbaufolgegewässer werden gegenwärtig geflutet. Die ersten drei schiffbaren Kanäle sind bereits fertiggestellt. Die temporäre, touristische Zwischennutzung der Seen hat 2003 begonnen. Wassersportaktivitäten sind seitdem am Partwitzer (1120 ha), Geierswalder (620 ha) und Sedlitzer See (1330 ha) in definierten, geotechnisch sicheren Bereichen möglich. Die Wirtschaftswege der LMBV um die neuen Gewässer herum stehen als asphaltierte See-Rundwege Skatern, Radfahrern und Wanderern zur Verfügung. Das erste schwimmende Haus auf dem Partwitzer See ist ein sichtbares Zeichen für die Entwicklung der touristischen Infrastruktur.

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