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Referenzen
Referenz Deutschland Schwarze Pumpe - Grundwassersanierung am Standort

Ausgangssituation

Das Territorium des Werksgeländes Schwarze Pumpe umfasst eine Fläche von 270 ha und ist einer der größten Braunkohlenveredlungsstandorte der ehemaligen DDR. Bis Ende der achtziger Jahre war am Standort Schwarze Pumpe ein wichtiger Teil der Strom- und ein Großteil der Gasproduktion Ostdeutschlands konzentriert. Zahlreiche innovative Verfahren in der Kohleveredlung und der Chemischen Industrie wurden hier erstmals in großtechnischem Maßstab umgesetzt. Die Nutzungsintensität und die extremen Bodenverunreinigungen der Quellenbereiche führten zur Ausbildung einer Schadstofffahne im Grundwasser.

Vorgehen

Für den Gesamtstandort wurde auf der Basis der Monitoringergebnisse und unter Zuhilfenahme einer Grundwasserströmung- und Schadstoffmodellierung eine Sanierungskonzeption für Boden und Grundwasser erarbeitet. Mit einer Vielzahl von Gefährdungsabschätzungen und Sanierungsuntersuchungen, je nach lokalen Randbedingungen und ehemaligen Eintragsbereichen wurden Schadstoffherde im Oberboden erkundet.
Die Sanierungskonzeption beinhaltet hauptsächlich die aktiven hydraulischen Maßnahmen, unter anderem den Haltungsbrunnenbetrieb und den Einsatz von Grundwasserreinigungsanlagen mit Infiltrationselementen vor Ort. Weiteren Schwerpunkt bilden Maßnahmen zur Quellstärkereduzierung wie Bodenaushub und In-situ-Waschung, die bereits am Standort erfolgreich getestet wurde.

Ergebnis

In den letzten Jahren hat sich der Standort Schwarze Pumpe von einem Energie- und Kohleveredlungsstandort zu einem multifunktional gestalteten Industriepark entwickelt. Die sehr erfolgreiche und noch andauernde Grundwassersanierung hat dabei keine negative Auswirkung auf die Ansiedlung von Investoren.
Heute befindet sich am Standort Schwarze Pumpe eines der modernsten Braunkohlekraftwerke der Welt. Das mit einem Designpreis ausgezeichnete Kraftwerk erreicht mit modernster Technik einen hohen Wirkungsgrad. Außerdem wurde auf dem Standort eine Papier- und Wellpappenfabrik angesiedelt, in der heute über 300 Beschäftigte arbeiten.

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