| Referenz Deutschland | Terpe/Zerre - Sanierung von Teerseen |

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Kunde Bund Projektzeitraum 1990 bis 2007 Kosten 185 Mio. Euro Kontakt Bergbauingenieur Jan Masnica Kundenkontakt Dr. Friedrich von Bismarck
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Ausgangssituation Das frühere Gaskombinat "Schwarze Pumpe" im Zentrum des Lausitzer Reviers war der größte Braunkohleveredlungsbetrieb Ostdeutschlands. Bei der Braunkohlenveredlung sind dabei als Nebenprodukt teerhaltige Rückstände angefallen, die in flüssiger und fester Form in der Abproduktenhalde Terpe (24 ha) und der Deponie Zerre (79 ha) abgelagert wurden. In Zerre waren auf einer Fläche von ca. 6 Hektar ungefähr 420.000 Tonnen dieser Produkte 3,2 bis 3,5 Meter tief eingelagert worden. In Terpe waren ca. 330.000 Tonnen Abfallprodukte zu entsorgen. Vorgehen Im gesamten Bearbeitungszeitraum wurden ca. 100 Gefährdungsabschätzungen und Gutachten zur Erkundung der Inhaltsstoffe erstellt. Mit Beendigung des Deponiebetriebs im Jahre 1990 erfolgte die systematische altlastenbezogene Erkundung der Abproduktenhalde Terpe, der Teerbecken der Deponie Zerre sowie des direkten Umfelds und der Grundwassersituation. Seitens der LMBV wurden Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr realisiert, deren Schwerpunkte eine Profilierung und Abdeckung der Abproduktenhalde sowie die kontrollierte Oberflächenwassererfassung, -ableitung und - aufarbeitung waren. Ergebnis Als Resultat sind zum heutigen Zeitpunkt rund 750.000 Tonnen teerhaltige Abfälle ordnungsgemäß und umweltverträglich rückgebaut und verwertet worden. Daneben erfolgt durch LMBV die kontinuierliche Sicherung eines effizienten Umwelt- und Abfallmanagements zur stofflichen und energetischen Verwertung von Teerölfeststoffgemischen. Als zusätzliches Ergebnis konnte im Zuge des Projekts spezifisches ingenieurtechnisches Know-how über Sanierungstechnologien zum Rückbau von Altablagerungen aus der Kohleveredlung sowie zur Entwicklung emissionsbegrenzender Maßnahmen generiert werden. |