| Referenz Deutschland | Tagebau Berzdorf - Multifunktionale Wiedernutzbarmachung |

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Kunde Bund Projektzeitraum 1998 bis 2012 Kosten 342 Mio. Euro Kontakt Bergbauingenieur Michael Illing (Geschäftsführer) Kundenkontakt Dr. Peter Jantsch (Leitender Ministerialrat)
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Ausgangssituation Der Tagebau Berzdorf wurde 1923 aufgeschlossen, ab 1946 wieder entwässert und als Tagebau bis Ende 1997 gefahren. Insgesamt wurden 662 Mio. m³ Abraum bewegt und 305 Mio. Tonnen Kohle für das Kraftwerk Hagenwerder gefördert. Ca. 2.000 ha Land mussten dazu devastiert werden. Der Tagebau liegt südlich der Stadt Görlitz und zeichnet sich durch seine Beckenlagerstätte aus. Vorgehen Sanierungsrahmenplan und Abschlussbetriebsplan wurden in mehreren Schritten den sich konkretisierenden Zielen angepasst. Eine den landschaftlichen Anforderungen entsprechende Massenverbringung schuf die topographische Grundlage für die geplanten Nutzungen. Die Rekultivierungsleistungen erfolgen auf Basis objektkonkreter Detailpläne, die von Mitarbeitern der LMBV erarbeitet und mit den Interessengruppen abgestimmt wurden. Die touristischen und die naturschutzfachlichen Ziele mit den wirtschaftlichen Interessen der Flächenerwerber einvernehmlich zu verbinden, wird erfolgreich praktiziert. Gleichzeitig sind große Flächen für den Naturschutz zu entwickeln sowie einer wirtschaftlichen Nutzung zuzuführen. Der Berzdorfer See mit 960 ha wird ebenfalls vielfältige Nutzungsansprüche erfüllen müssen. Zur Flutung wird das Wasser der Neiße und der Pließnitz genutzt. Ergebnis Die Flutung des Sees wird bis 2009 andauern. Der Berzdorfer See soll zu einem Tourismus-, Fremdenverkehrs-, Naherholungs- und Naturschutzgebiet werden, dessen Anziehungskraft über die gesamte Region bis hin nach Polen und Tschechien reicht. Am künftigen Nordstrand konzentrieren sich die Freizeitanlagen und der Campingplatz. Am Ortsteil Deutsch-Ossig entstehen ein Bootshafen mit Wassersportzentrum und Freizeitanlagen, in Berzdorfer Höhe ein Sportgolfplatz sowie ein Aussichtsturm. Seit 2006 sind erste Zwischennutzungen möglich, u. a. werden bereits Segelboote zu Wasser gelassen. |